Meckser Kerweverein 1985 | Aktuell -> Archiv

 

 
 

25 Jahre Kerweverein Meckesheim (04. - 07. Juni 2010)

 
Presseberichte zum Jubiläum
 
Das ganze Dorf war aus dem Häuschen
 
Mit einer fulminanten „Wetten, dass“ - Schau krönte der Meckser Kerweverein sein silbernes Jubiläum
 

Meckesheim. (IAH) Mit einem furiosen Dorfabend ging das viertägige Jubiläumsfest des Meckser Kerwevereins (MKV) zu Ende. Fast 2000 Menschen füllten bei der „Wetten, dass“ Schau das riesige Fest zelt. Was hier unter der Moderation von Matthias Grasse geboten wurde, brauchte den Vergleich zum Thomas Gottschalk Fernsehen nicht zu scheuen: Pfiffig und spektakulär waren die Wetten, hochkarätig

und prominent die eingeladenen Stars. Die Kerweborscht schaffte es, an die großen Erfolge früherer Veranstaltungen an zuknüpfen und diese anlässlich des silbernen Jubiläums noch zu überbieten!
 
Spannend war es gleich zu Anfang: Was hatte sich der MKV als Saalwette für Bürgermeister Hans Jürgen Moos ausgedacht? Zwölf der 18 Gemeinderäte sollte er an diesem Abend in Riewesäckl Kostümen auf die Bühne bringen! Da blieb dem smarten Ortsoberhaupt erst einmal die Luft weg. Dann sorgte er für rege Betriebsamkeit in seinem Helferteam aus der Verwaltung.
 
Derweil begrüßte das Publikum den Sandhäuser Musicalinterpreten Sascha Krebs, der zurzeit als Hauptdarsteller von „We will rock You“ in Stuttgart auf tritt. Er glaubte daran, dass der Angelverein es schafft, die mit vier kräftigen Männern besetzte Kutsche an Haken der Leinen zweier Angelruten durch das lange Zelt zu bewegen. Dazu legten sich auf der Bühne die beiden Fischer ins Zeug, kämpften mit dem imäginären Riesen fisch und zogen wahrhaftig das schwere Gefährt über die gesamte Wegstrecke. Das Publikum staunte, und Krebs sprach aus, was alle dachten: „Sensationell!“
 
Dann wehte ein Hauch „Las Vegas“ durchs Zelt: Casting Teilnehmerin Elena Wiening hatte den ersten offiziellen Auftritt in ihrer Heimatgemeinde. Grasse, im leuchtend gelben Anzug und schwarzem Rüschenhemd, interviewte die talentierte junge Dame auf der großen Eckcouch.
 
Hier fanden sich auch Vanessa und Reiner Kraft ein. Sie wetteten mit dem Musikverein, der behauptete, nach kurzer Vorbereitungszeit aus frischem Gemüse ein funktionsfähiges Orchester herzustellen. „Sie schaffen es“, meinte das Gesangsduo, „schließlich sind sie ja ein Musikverein!“. Beladen mit Rüben, Gurken, Melonen, Kohl und weiterem Grünzeug verließen die Gemüsemusiker die Bühne, um sich vorzubereiten. Unterdessen hatten die beiden stimmgewaltigen Sandhäuser ihren Auftritt und rissen das Publikum von den Bänken.
 
Claus Eisenmann, Mitgründer der Söhne Mannheims, war der nächste Wettpate. Er traute es den geschickten Feuerwehrlern zu, mit der Schaufel eines Kettenbaggers 15 von 16 Bierflaschen fachgerecht zu öffnen. Das große Gerät passte nur knapp durch den Zelteingang, wendete dann überraschend behände vor der Bühne, und der Spezi im Führerhaus „entkorkte“ in der vorgegebenen Zeit alle Flaschen fachmännisch. „Super!“, beglückwünschte Grasse als Kommandant seine Mannschaft, und Eisenmann versprach einen Gratisauftritt in einer sozialen Einrichtung der Gemeinde! Bei seiner Gesangseinlage flogen ihm die Herzen zu, die Gäste applaudierten temperamentvoll.
 
Sportlich wurde es mit Motocross Weltmeisterin Steffi Laier aus Dielheim. Sie hielt es für möglich, dass die Nachbarngemeinschaft „Moschu“ mit dreißig Personen in den Minibus der Gemeinde passen würde. Als letztlich 38 Männer, Frauen und Kinder die Türen des kleinen Fords hinter sich geschlossen hatten, war der Beifall groß! Spontan spendierte die junge Fahrerin ihr Trikot.
 
Sascha Krebs leitete musikalisch zum nächsten Programm punkt über und hatte mit fantastischer Stimme vom ersten Ton an das Zelt fest im Griff. Stehend wurde geklatscht und gejubelt!
 
Nun war die Bühne frei für das Gemüseorchester mit seinen ideenreich gefertigten Naturinstrumenten. Nach wenigen Takten war das Badnerlied zwei felsfrei zu erkennen, und die Wette geschafft.
 
Blieb noch die Saalwette, für die der Mauermer Bürgermeister Jörg Albrecht die Ansage übernahm. In Lederhosen, Karohemd, Filzhut und mit den markanten Rüben am Gürtel stieg ein reichliches Dutzend Räte zur Bühne hinauf, und die Ehre von Bürger meister Moos war gerettet.
 
Die Abstimmung im Publikum ergab die Platzierung der Wettkönige: Platz 4 für das vollgepackte Meckse Mobil, Platz 3 für die Baggerwette der Feuerwehr; Zweite wurden die Angler, und den ersten Preis holten die Gemüsebläser vom Musikverein. Letztlich war diese Rangfolge ohne Bedeutung, denn alle Wetten, die musikalischen Leckerbissen und die Veranstaltung insgesamt hatte Alt und Jung gefallen und fanden erst nach viereinhalb Stunden ihr offizielles Ende.
 
Rhein-Neckar-Zeitung - 09.06.2010

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